5. Juli 2016

Franz Karl Ginzkey: Florians wundersame Reise über die Tapete

Florians wundersame Reise - meinefamilie.at

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Da ist Florian in Franz Karl Ginzkeys „Florians wundersame Reise über die Tapete“ keine Ausnahme.

Mit großen Augen sitzt Florian vor seiner neuen Tapete. So viel ist darauf zu sehen: „Berge, Täler, Wald und Tier, Kirche, Schloss und Regenbogen. Auch ein Vogel kommt geflogen, auch ein Reiter kommt geritten und ein Blümlein steht inmitten…“ Wie schön wäre es, eine Reise durch diese Wunderwelt machen zu können! Kaum hat Florian diesen Gedanken zu Ende gedacht, da geht es –gemeinsam mit „Wurstel, Dackel, Papagei“ – auch schon los.

…und der Drache Saufeblut

Mitreißend erzählt Franz Karl Ginzkey, was Florian auf dieser wundersamen Reise alles erlebt. Und das ist eine ganze Menge, denn Florian freut sich nicht nur an „Kirche, Schloss und Regenbogen“, sondern entpuppt sich auch schnell als tapferer Held: Er schlägt den Räuber Deinistmein in die Flucht, erlöst quasi im Vorbeigehen einen verwunschenen Prinzen und rettet schließlich auch dessen Schwester aus den Fängen des Ritters Eisenbitter, des Drachens Saufeblut und des Tigers Beißdichgut.

Kritisch betrachtet

Die Geschichte wird durchgehend in Reimen erzählt. Dass dabei das eine oder andere Mal Begriffe verwendet werden, die heute nicht mehr als politisch korrekt angesehen werden können, ist ein kleiner Wermutstropfen. Auch dass der Autor aufgrund seines politischen Engagements während der NS-Zeit und aufgrund anderer Werke wie „Hatschi Bratschis Luftballon“ kritisch gesehen wird, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Unterm Strich ist aber gerade sein Buch „Florians wundersame Reise über die Tapete“ ein gelungenes und zu Recht immer wieder gern (vor)gelesenes Kinderbuch.

Florians wundersame Reise über die Tapete

Cover Florian - meinefamilie.at

Franz Karl Ginzkey: Florians wundersame Reise über die Tapete
2015, Transworld
ISBN: 978-3-901710-41-4

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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