13. Oktober 2018

Wie können wir unsere Kinder stärken?

kinder stärken3 - meinefamilie.at

Mehr denn je brauchen Kinder heute die richtige Mischung aus Liebe, emotionaler Stabilität und Sicherheit, um sich gut entfalten und entwickeln können, um zu „starken“ Kindern zu werden. Aber wie bekommen wir Eltern diese „Mischung“ hin? Der Katholische Familienverband liefert mit seiner Aktionswoche „Kinder stärken“ dazu Impulse.

Ungefähr 25.800.000 Ergebnisse spuckt Google aus, wenn man die Frage eingibt: „Wie kann man Kinder stärken?“ „Selbstwertgefühl stärken“ und „ein gesundes Selbstvertrauen entwickeln“ poppen als offensichtliche „Schlüsselworte“ auf vielen dieser Seiten auf. Selbstvertrauen, wird schnell klar, meint dabei, wie etwa auch der dänische Familientherapeut und Bestsellerautor Jesper Juul nicht müde wird zu betonen, Vertrauen in das zu haben, was wir machen können. Was wir gut machen. Selbstvertrauen hat also mit Können und Leistung zu tun. Selbstwertgefühl hingegen hängt damit zusammen, wer wir sind. Damit wie wir dazu stehen, wer wir sind.

Beides, so liest man, ist ein Schlüssel dazu, ob Kinder sich stark fühlen oder nicht. Und: Wir Eltern können unseren Kindern mit unserem Erziehungsstil helfen, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu entwickeln. Oder wir können das Gegenteil bewirken.

Angebot

Familienberatung finden

Innige Beziehung statt Geschäftsbeziehung

Nur über den Weg zu mehr gesundem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen ist man sich im Netz nicht immer einig. Mal steht da: Loben sei der Weg zum Ziel – nur wer sein Kind ausgiebig, aber bitte nicht zu ausufernd, lobe, mache es zu einem starken Kind. Mal wird loben verdammt, denn loben erzeuge nur angepasstes Verhalten und mache abhängig von den Erziehenden, egal ob Eltern, Großeltern oder Lehrer. Für manche sind Kinder stark, wenn sie ein gewünschtes Verhalten an den Tag legen und damit ist es dann natürlich auch genau der richtige Weg, ihnen Belohnungen in Aussicht zu stellen: „Wenn du das machst, dann bekommst du…“ Für andere ist gerade das der Weg in die erzieherische Sackgasse, denn Belohnungen seien kein Ausdruck einer innigen Beziehung, sondern eine Geschäftsbeziehung.

kinder stärken - meinefamilie.atMitmachwoche „Kinder stärken“

Fakt ist: Seine Kinder zu stärken, sie zu Menschen mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu machen, zu lebensfrohen Menschen, die gerüstet sind für den turbulenten Alltag, steht wohl auf der Wunschliste der allermeisten Eltern ganz oben. Aber wie kann dieses Kunststück gelingen?

Der Katholische Familienverband startet nun vom 15. bis zum 21. Oktober seine Mitmach-Woche „Kinder stärken“ und will dabei dazu einladen, „in der Elternrolle einen bewussten Schwerpunkt zu setzen“, sagt Antonia Indrak-Rabl, Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes der Erzdiözese Wien. Die Mitmach-Woche findet im Rahmen des Projektes „Gutes Leben“ statt, das zum Ziel hat, den eigenen Lebensstil zu beleuchten und bewusst – vielleicht auch Neues – in den Familienalltag einzubauen. Verschiedenste Lebensbereiche waren da heuer schon Thema – darunter „Lebensmittel sind wertvoll“, „Papamonat“ und „Klimaschutz im Alltag“.

10 Erziehungsimpulse

Bei der Aktionswoche „Kinder stärken“ bekommen nun alle Teilnehmenden 10 „Erziehungsimpulse“. Darunter etwa „Ich bin ein Vorbild“, „Ich lebe WERTvoll“, „Ich darf Fehler machen“ und „Ich nehme es mit Humor“. Aber auch: „Ich achte auf die Partnerschaft“, „Ich achte auf mich“, weil die eigene Balance zu pflegen und sich im Erziehungsalltag auch Zeit für sich selbst und für den Partner zu nehmen, wichtig für die Eltern-Kind-Beziehung ist. Wer bei der Aktionswoche „Kinder stärken“ mitmachen möchte, kann sich unter familienverband@edw.or.at bzw. 01/51552–3331 anmelden. Per Mail erhalten die Teilnehmenden dann die 10 Erziehungsimpulse, sowie dazu passende Anregungen und konkrete Fragen, die die Umsetzung im Familienalltag anregen sollen. „Unser Vorschlag ist es, sich einen dieser 10 Impulse – eventuell mit dem Partner, der Partnerin gemeinsam – auszusuchen“, sagt Antonia Indrak-Rabl. Im Laufe der Aktionswoche und vielleicht sogar darüber hinaus kann dann dieser Schwerpunkt den Erziehungs- und Familienalltag prägen.

  • War dieser Artikel für dich hilfreich/interessant?
  • Ja   Nein


EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at