11. September 2018

Elternbildner – warum eigentlich nicht?

Eltenrbildner - meinefamilie.at

Im Herbst werden in Tirol erstmals Menschen mit pädagogischer Vorbildung zu Elternbildner ausgebildet. Sie stärken Elternbeziehungen und denken Erziehung weiter. So ein Gespräch mit einem Elternbildner wär doch mal was, oder nicht?

Das Bildungshaus St. Michael in Matrei am Brenner und das Katholische Bildungswerk Tirol haben einen neuen Lehrgang entwickelt: den Lehrgang Elternbildung. Dabei handelt es sich um eine Zusatzausbildung für alle pädagogischen Kräfte im Land, sei es im Kindergarten, in der Schule, im Eltern-Kind-Zentrum oder im Hort. Aber auch für Tagesmütter, Psychologen oder Hebammen könnte die Ausbildung interessant sein. Elternbildner stärken die Beziehungen zwischen Eltern und Pädagogen, sowie die zu den Kindern. Sie geben alltagstaugliche Lösungen in Erziehungsfragen und denken Erziehung weiter. Sie veranstalten Eltern-Cafés, Eltern-Kind-Treffen oder Elternabende, auch individuelle Coachings sind in ihrem Repertoire.

Gearbeitet wird auf Basis des Konzepts der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg. Es ermöglicht ein besseres Verstehen aller Beteiligten und klärt die Kommunikation. Die Erwachsenen werden in der Arbeit aktiv mit einbezogen: sich auszutauschen und zu diskutieren ist ausdrücklich erwünscht.

Erfahrung und Einfühlungsvermögen, die gut tun

Die Vorstellung einer kompetenten Anlaufstelle für die teils kniffligen Fragen, die sich im Leben mit Kindern so ergeben, empfinde ich als positiv. Früher wurden Erziehungsfragen nur teilweise genau erörtert. Verschiedene Familienmitglieder, Angestellte oder Bekannte im Dorf kümmerten sich um die Kleinen. Heute kann man froh sein, wenn Oma und Opa Zeit haben. Sind die von den Eltern organisierten Betreuungspersonen oder Pädagogen zusätzlich ausgebildet, hören sie zu und finden klare Worte auf Augenhöhe, dann erfährt man das als große Unterstützung.

Elternbildner stärken die Beziehungen zwischen Eltern und Pädagogen, sowie die zu den Kindern.

Unsere Tagesmutter ist schon ziemlich lange im Geschäft. Gern rede ich mit ihr über so manche Herausforderung im Leben mit einem Dreijährigen: wie Essen, Schlafen, Sauberwerden oder Grenzen setzen. Sie kennt diese Themen nur zu gut und hält sich mit jährlichen Fortbildungen am Laufenden.

Das Gute ist, dass sie unseren kleinen Sprössling mittlerweile so gut kennt. Sie weiß genau, wovon ich rede. Durch ihre einfühlsame und positive Art, sowie ihre jahrelange Erfahrung, sind wir schon auf so manchen passenden Lösungsweg gekommen, mit dem Maximilian stärker durchs Leben geht als zuvor. Solche Menschen können das Wachsen der Kleinen echt bereichern! Dafür bin ich dankbar.

  • War dieser Artikel für dich hilfreich/interessant?
  • Ja   Nein


EIN ARTIKEL VON
  • Karolina Putz

    Beruflich bin ich als freie Journalistin und Projektmanagerin tätig. Privat bietet das Leben mit unserem dreijährigen Sohn so allerhand Überraschendes, Freudiges aber auch Dinge zum Aus-der-Haut-fahren.


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at