18. Juni 2019

Hüttenpfanne: Herzhaftes Familiengericht für Groß und Klein


Das Lieblingsgericht unserer Familie entdeckten wir auf einer Almhütte, in welcher wir nach einer längeren Wanderung sehr hungrig einkehrten. Die Sennerin empfahl uns die herzhafte „Hüttenpfanne“ auszuprobieren. Die Speise schmeckte Klein und Groß so gut, dass ich sie gleich am nächsten Tag zu Hause nach kochen musste.

Mittlerweile ist die Hüttenpfanne zu unserem Lieblingsgericht geworden, weil es nicht nur hervorragend schmeckt, sondern sich auch toll nach den einzelnen Vorlieben variieren lässt.

Grundsätzlich ist die Hüttenpfanne eine Mischung von gerösteten Erdäpfel, Spätzle, Speckstücken und Sauerkraut. Bei uns isst sie aber jeder anders:
Während der Papa sie natürlich mit allem vermischt genießt, lassen Töchterchen und Mama als Vegetarierinnen die Speckwürfelchen weg. Töchterchen Valerie mag dann nicht alles miteinander vermischt, sondern Erdäpfel, Spätzle und Sauerkraut getrennt auf dem Teller. Und die kleine Anna, die mit 8 Monaten jetzt schon fleißig mitessen möchte bekommt einen Erdapfel zu einem Brei zerstampft. Das Rezept ist also so variabel, wie die einzelnen Wünsche und Bedürfnisse aller Familienmitglieder.

Hier sind die benötigten Zutaten und das Rezept „unserer“ Hüttenpfanne, wenn Sie Lust bekommen haben, es auszuprobieren und nach zu kochen:

Zutaten, die für die Hüttenpfanne für ca. 3-4 Personen benötigt werden:

Erdäpfel (ich rechne 2-3 Erdäpfel pro Person)
25 dag griffiges Mehl
4 dag Margarine
0,18 Liter Milch
1 Ei
etwas Salz
etwas Öl
1 Packung Sauerkraut
Speckwürfel

Zubereitung

Als erstes werden die Erdäpfel gekocht. Ich dämpfe die ungeschälten Erdäpfel immer in einem Erdäpfelkocher/-dämpfer, da so wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben.

Während die Erdäpfel am Herd dämpfen, werden die Spätzle gemacht.

Für die Spätzle werden Mehl, Milch, Ei, Salz, mit dem Mixer (mit Knetaufsatz) miteinander vermischt und durchgeknetet. Die Margarine wird auf dem Herd langsam erhitzt, so dass sie flüssig wird und ebenfalls zu den anderen Zutaten vermischt werden kann. Der Mixer sollte alles solange durchkneten bis die Zutaten gut vermischt sind und ein zäher Teig entstanden ist.

Der Teig wird mit einer Spätzle-Reibe in einem Topf mit heißem, gesalzenem Wasser gerieben. Die Spätzle werden anschließend ca. 5-8 Minuten gekocht. (Beim Kochen der Spätzle gebe ich immer noch ein paar Tropfen Öl in das Wasser, da sie so nicht aneinander kleben.)

Danach werden sie ab gesiebt und mit kaltem Wasser abgeschreckt.

Sobald die Erdäpfel weich gedämpft sind werden sie geschält und gemeinsam mit den Spätzle in einer großen Pfanne in etwas Öl angebraten. Gleich mitangebraten können auch die Speckwürfel werden.

Zum Abschluss kommt noch das Sauerkraut in die Pfanne, und dann heißt es herzhaften Appetit!

Ein kleiner Tipp noch: Ich koche für die Hüttenpfanne meist etwas mehr Spätzle und behalte einige für den nächsten Tag auf. Da gibt es dann entweder Spätzle mit Eierspeise und Salat oder Spätzle mit einer Soße, oder ganz einfach Käsespätzle. Somit hab ich gleich für den nächsten Tag eine schnelle Koch-Idee



EIN ARTIKEL VON
  • Doris Dolezal

    Mit Herz, Hirn und Humor versuchen mein Partner und ich den Alltag mit unseren zwei wundervollen Mädels (8 Jahre und 5 Monate) und unserem Kater zu meistern. Doch nicht nur in der Familie sammle ich die unterschiedlichsten Erfahrungen mit Kindern, auch in meinem Beruf als Religionspädagogin.


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