11. März 2019

Hausmittelchen gegen Babyverkühlung

Hausmittelchen gegen Babyverkühlung - meinefamilie.at

Wenn das Baby niest, hustet oder schnupfig ist, wünschen viele Eltern sich einen natürlichen Weg, um das Kind bei der Genesung zu unterstützen. Medikamente oder Mittel die bei Erwachsenen helfen, sind leider oft für Babys und Kleinkinder tabu. Welche Mittelchen können Eltern also ohne schlechtes Gewissen anwenden? Doris hat vier tolle Tipps!

Als unsere jüngere Tochter Anna gerade einmal zwei Wochen alt war, bekam sie Husten und Schnupfen. Für meinen Partner Clemens und mich war dies ein kleiner „Schock“, da wir fälschlicherweise der Annahme waren, dass Babys, die gestillt werden quasi nicht krank werden können, weil sie ja durch das Trinken der Muttermilch mit dem Immunsystem der Mutter völlig mit versorgt werden würden.

Wir begannen uns richtige Sorgen zu machen, da sich unsere Anna mit ihren zwei Wochen ja auch noch keine richtigen Reserven angetrunken hatte.

Glücklicherweise kam an genau diesem Tag unsere Hebamme Irene zur Nachbetreuung vorbei.

An dieser Stelle möchte ich auch gleich alle frisch gebackenen Mamis und Papis auf diese tolle, neue Leistung der Krankenkassen aufmerksam machen und ans Herz legen: Die ersten acht Wochen nach der Geburt zahlt die Krankenkasse insgesamt acht Hebammenbesuche (bei Hebammen mit Kassenverträgen). Die selbst ausgesuchte Hebamme kommt zu einem nach Hause und gibt zahlreiche Hilfestellungen und Tipps – sei es zum Thema, Stillen, Wochenbett oder Baby generell. Papa und Geschwisterchen werden dabei natürlich auch nicht vergessen.

Auch Babys haben Schnupfen

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Irene klärte uns auf, und erklärte, dass sich Babys trotz stillen verkühlen können. Ihre erste Frage an uns war danach „Trinkt sie?“. Ja, das tat sie zum Glück sehr brav. Das beruhigte Irene und sie meinte, solange die Babys trinken, würde es meist nichts tragisches sein.

Sie gab uns jedoch den Rat, mit Anna trotzdem zum Arzt zu gehen, damit wir uns sicherer und wohler fühlten.
Als unterstützende Hilfe, verriet sie uns einige Hausmittelchen und einen „babytauglichen“ Wickel. Nachdem diese Hausmittelchen gut geholfen haben und wir unendlich Dankbar für die Tipps waren, will ich sie ebenfalls weitergeben.

Tipps gegen Verkühlung bei Babys

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#1 Muttermilch-Nasentropfen

Irene gab mir einen sehr wertvollen Tipp, den ich bis dahin noch nicht kannte. Wenn ein Baby eine verstopfte Nase hat, kann man ihm ein paar Tropfen Muttermilch in die Nase tropfen – dadurch soll sie wieder frei werden. Da ich mir schwer tat von der Brust direkt Milch in die Nase zu träufeln, habe ich mir einfach einige Tropfen Milch auf den Finger gegeben und diese anschließend vorsichtig in die Nase „laufen“ lassen.

#2 Butterschmalz zum Einreiben

Eine weitere Möglichkeit bei verstopfter Nase ist, ganz wenig Butterschmalz unter die Nasenlöcher zu streichen. Der Butterschmalz eignet sich zudem bei Husten. Dazu etwas Butterschmalz auf den Fingern zergehen lassen und danach auf die Brust und auf den Rücken schmieren.

#3 Warme Erdäpfel gegen Husten

Für den Husten gibt es noch den babytauglichen Kartoffelwickel. Dazu wird eine warme, gekochte Kartoffel geschält, etwas zerstampft und in ein Tuch gewickelt. Das Tuch wird anschließend auf die Brust gelegt. Ich habe mir dazu eine Stoffwindel zurecht geschnitten.

Wichtig: Darauf achten, dass der Erdapfel nicht zu heiß ist damit es zu keinen Verbrennungen kommt! Ich hab mir den Wickel probeweise immer für einige Zeit selbst an die Brust gedrückt.

Mittlerweile haben wir immer Kartoffeln im Haus lagernd. Selbst unsere achtjährige Tochter Valerie mag den Kartoffelwickel aufgrund seiner wohltuenden Wärme gerne.

#4 Zwiebeln (nicht für Babys geeignet)

Was wir außerdem immer im Keller lagernd haben sind Zwiebeln. Zwiebeln wird eine Heilwirkung nachgeschrieben und sie können vielseitig eingesetzt werden. Als Sirup, Tee, als Wickel bei Ohrenschmerzen oder einfach roh im Salat, Zwiebeln sind echte Kraftpakete und können bei kleineren Wehwehchen vielseitig angewandt werden. Bei Babys allerdings wegen der Schärfe weniger, besser man verwendet sie erst bei größeren Kindern.

Was allerdings gemacht werden kann ist, eine Zwiebel zu schneiden und in einer Schüssel in den Wohnräumen aufzustellen. Das befeuchtet die Schleimhäute und ist gut gegen Husten.

Schlussendlich entschieden Clemens und ich uns dafür, noch ein bis zwei Tage zu warten, bevor wir den Arzt mit Anna aufsuchen wollten. Wir hatten die Befürchtung, dass unsere kleine Maus sich noch mehr verkühlen könnte, wenn wir sie in die Kälte hinaus und in den Warteraum mit kranken Leuten schleppten.

Lieber wollten wir erstmal diese Hausmittelchen ausprobieren…Und ich kann sagen, ein Arztbesuch war danach nicht mehr notwendig. Annas Verkühlung war nach ein paar Tagen wieder weg und uns fiel ein großer Stein vom Herzen. Die Maus ist wohlauf und gedeiht prächtig.



EIN ARTIKEL VON
  • Doris Dolezal

    Mit Herz, Hirn und Humor versuchen mein Partner und ich den Alltag mit unseren zwei wundervollen Mädels (8 Jahre und 5 Monate) und unserem Kater zu meistern. Doch nicht nur in der Familie sammle ich die unterschiedlichsten Erfahrungen mit Kindern, auch in meinem Beruf als Religionspädagogin.


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