10. März 2018

Wie ein Neugeborenes die Welt wahrnimmt

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Neugeboren nennt man Babys während der ersten beiden Lebensmonate. Etwa so lange braucht ein kleiner Mensch, um gut auf der Welt anzukommen. Viele Umstellungen sind da zu bewältigen.

Plötzlich selbst atmen, schlucken und verdauen. Sich mit warm und kalt, hell und dunkel, laut und leise vertraut machen. Mit der Schwerkraft umgehen lernen. All das braucht viel Kraft.

„Ich muss die Eltern spüren, riechen und sogar abschlecken können!“

Babys sind in den ersten Monaten ganz auf die so genannten „Nah-Sinne“ Tasten, Riechen und Schmecken konzentriert. Sehen und hören werden erst später wichtig. Deshalb weint ein Neugeborenes weiter, obwohl die Eltern im Zimmer sind und beruhigend sprechen: erst Körperkontakt ist der Beweis, dass Mama oder Papa wirklich da ist.

„Ich mag Licht, Bewegung und starke Kontraste!“

Für die erste Zeit genügt es dem kleinen Menschen auch, nur eine eigene Armlänge weit zu sehen. So kann sich das Baby mit den Gesichtern, die ihm regelmäßig nahe kommen, langsam vertraut machen. Was weiter weg ist, wirkt unscharf und verschwommen.

Ein Baby wird mit einer Reihe von Reflexen geboren, die sein Überleben sichern. Spürt es z.B. eine Berührung an der Wange, dreht es den Kopf und sucht nach der Nahrungsquelle. Drückt man etwas in seine Handfläche, umklammert es das. Mit der Zeit verschwinden diese Reflexe, weil das Baby nicht mehr auf sie angewiesen ist.

Ansonsten dienen die ersten acht Wochen in erster Linie dem Wachsen und Zunehmen. Langsam wird die Nackenmuskulatur kräftiger und nach ein bis zwei Monaten kann das Baby seinen Kopf kurz heben und halten, zum Beispiel in der Bauchlage. Nach dem ersten Monat wird sein Blick wacher und aufmerksamer. Es atmet regelmäßiger, verschluckt sich seltener und bildet die ersten Tränen beim Weinen.

Kommunikation vom 1. Tag an

Obwohl es natürlich noch kein Wort versteht, kommuniziert das Neugeborene vom ersten Tag an. Zuerst über Augenkontakt, später z.B. indem es wie sein Gegenüber die Zunge herausstreckt. Mit acht Wochen kommt das erste Lächeln, immer ausgelöst durch ein menschliches Gesicht.  Was wichtig ist, wird dem Baby über Tonhöhe und Tonfall vermittelt: Erwachsene benützen intuitiv die überdeutliche und langsame „Ammensprache“, wenn Sie mit einem Baby plaudern.

Einige Tipps
  • Babykleidung darf nicht die Bewegung einschränken. Jedes Baby liebt es, manchmal auch völlig nackt zu strampeln.
  • Ein Stoff-Himmel überm Babybett verhindert, dass das Baby ins Leere schauen muss.
  • Bei duftenden Körperpflegeprodukten gilt in den ersten Monaten: Weniger ist mehr! Das Baby erkennt seine Eltern am Geruch.
  • Neugeborene lieben es, getragen zu werden.
  • Spielzeug kommt später… doch für Mobile, Glöckchen, Ball und Rassel ist es nie zu früh.

 

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